Marie-Luise Hinrichs - Klavier  
 
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ANGELS RECORDS

Angels Records ist ein von der Musikerin Marie-Luise Hinrichs gegründetes Label, das vor allem zeitgenössische Musik repräsentiert.

MARIE-LUISE HINRICHS
TIERBILDER

Marie-Luise Hinrichs, Klavier
Angels Records 2018
Details u. Bestellmöglichkeit

Anton Eberl Piano Works

GOTT UND DIE WELT

Marie-Luise Hinrichs spielt J.S. Bach
und eigene Kompositionen
Angels Records 2015
Details u. Bestellmöglichkeit

Pressestimmen:

CD "Tierbilder"

Veröffentlicht am 13. Mai 2018 von Hanns-Josef Ortheil

Vor einigen Jahren hat die in Köln lebende und lehrende Pianistin Marie Luise Hinrichs eine wunderbar kontemplative CD mit von ihr selbst bearbeiteten Kompositionen der großen Hildegard von Bingen veröffentlicht (Vocation – unbedingt hören, immer wieder!).

Nach weiteren CDs überrascht sie nun mit einer Einspielung eigener Stücke. Es handelt sich um Tierbilder, die auf nachdenkliche, sprunghafte, verdrehte und auch komische Weise Tierepiphanien in musikalische Rahmen setzen. Mücken tanzen in der Abendsonne, freche Ziegen verlachen den Beobachter, Katzen sind heimlichtuerisch unterwegs, Hundewelpen räkeln sich, aber auch Meeresschildkröten verfangen sich in Tönen und Klängen, die das Spezifische jedes Tiers in Bewegung, Rhythmik und Melodik aufgreifen und festhalten.

Solche Kompositionen können von Menschen aller Lebensalter wie träumerische Erinnerungen an jene Momente gehört und gedeutet werden, als man ein bestimmtes Tier länger beobachtete und seiner besonderen Art dadurch näher kam.

Als Zugabe gibt es die drei Sätze von Mozarts Klaviersonate D-Dur (KV 311). Seltsam, aber einleuchtend: plötzlich hört man Mozarts Musik, als bestünde auch sie aus lauter Tierbildern. Aber welche könnten das sein?

 

CD "Gott und die Welt"
Marie-Luise Hinrichs, Klavier, Improvisation und Komposition

Ein ungewöhnliches, aber sehr schlüssiges Konzept präsentiert die Komponistin & Pianistin Marie-Luise Hinrichs auf ihrer CD "Gott und die Welt". Sie kombiniert dabei ihre eigenen Kompositionen mit Improvisationen und den einzelnen Sätzen der ersten Partita von J. S. Bach. Man fühlt sich z. B. in den Orient hineinversetzt, Klaviersaiten werden zart gezupft, es entstehen bei ihren Kompositionen rhythmische bunte Tänze. Es gibt ein kaum hörbares Glissando über die Saiten am Schluß des ersten Stückes "Entführung ins Serail". Ausserdem klirrende, aber auch ganz weiche Glissandi. Zeitweise spielt sie sogar gleichzeitig auf den Tasten und Saiten. Auch gibt es melancholische Stücke wie z. B. "Almost broken". Johann Sebastian Bach kommt dagegen leichtfüßig daher. Er paßt ideal zu ihren Kompositionen und Improvisationen. Die Stimmen sind ganz durchsichtig herausgearbeitet. Zuweilen erinnern die Sechzehntelläufe des 1. Menuetts an Glenn Goulds Spiel. Die Komposition "Der Kuss" ist ein wunderschön zärtliches und hochsensibles Musikstück - die musikalische Beschreibung eines Kusses eben. Das zentrale Stück der CD ist jedoch das Musikstück "Gott und die Welt", ganz zart zupfend läßt sie es beginnen. Es steigert sich schließlich zu einem fast wilden Tanz und beruhigt sich am Ende wieder zart zupfend und spielend. es gibt ein vollgriffiges Maestoso und wunderschöne Melodien, die mit Effekten z. B. einem Blatt Papier auf den Klaviersaiten einen surrenden Klang ergeben. Ein Stift auf den Saiten gibt dem wilden Tanz ein schepperndes Pendant. Zum Schluß spielt sie eindringlich auf dem Klavier singend von Hildegard von Bingen ihre eigene Klavierbearbeitung des "Laus Trinitati" sowie Bach-Busonis "Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ".

 

 
Hintergrundbild