Marie-Luise Hinrichs - Klavier  
 
Interviews
 



Für Kerstin (Ausschnitt)
Sonatina Colonia 1.Satz (Ausschnitt)
Sonatina Colonia 4.Satz (Ausschnitt)
Für Kicki (Ausschnitt)
Für Birgit (Ausschnitt)
Gesang und Tanz (Ausschnitt)

CD Musica Colonia

MARIE-LUISE HINRICHS
Musica Colonia

Marie-Luise Hinrichs
spielt eigene Klaviermusik

 

Angels Records

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Marie-Luise Hinrichs, Komponistin und Pianistin aus Köln, präsentiert auf Ihrer neuen CD »Musica Colonia« farbenfrohe und sehr abwechslungsreiche Kompositionen. Unter anderem hat sie ihre Sonatina Colonia eingespielt, eine neoromantische klangfarbenreiche Komposition. Ebenso lebendig, fantasiereich und sensibel sind die Variationen über ein Thema von Corelli, die auf dieser CD uraufgeführt werden. Und die poetischen Stücke, wie zum Beispiel Für Kerstin, sind kleine funkelnde Juwelen geworden, die sie mit Hingabe spielt.
Alles in allem eine fantasievolle, abwechlungsreiche und innig gespielte CD, die der Stadt Colonia alle Ehre erweist!


CD Sonatina Colonia

Die Kölner Pianistin Marie-Luise Hinrichs agiert vorbildhaft, wenn es um einen eigenständigen Wiedererkennungsfaktor geht: Sie bewegt sich vorzugsweise auf wenig bekanntem, oft überraschendem Terrain mit ihrer Repertoireauswahl. Ebenso ruht ihr Spiel auf bemerkenswerte Weise tief in sich selbst. Die Kölnerin scheint damit jedem eitlen „höher, schneller, weiter“ überlegen zu sein.
Da ist es nur folgerichtig, über die reine Interpreten-Rolle hinaus zu wachsen und eigene Musik zu schreiben – so geschehen auf ihrer aktuellen CD. Lyrisch und sehr aufgeräumt, ja fast minimalistisch geht es in den 14 Stücken zu: Hier muss niemand Angst haben, sich zu verzetteln. Damit ihr selbst dies nicht passiert, hat sie das melodische Ausgangsmaterial in kluger Organisation begrenzt und auf wenige, dafür umso präsentere melodische Muster konzentriert. Oder doch reduziert? Melancholisch-liedhaft erzeugt vor allem das Hauptthema ihrer Sonatina Colonia seinen intimen Gesang. In klarer Logik wandelt Marie-Luise Hinrichs Spiel das Vorhandene ab, führt Ableitungen und Variationen ein, stellt differenzierte pianistische Verfahren einander gegenüber. Alles leuchtet subtil, aber blendet doch nie. Ähnlich vollzieht es sich bei einem Thema von Corelli, dass gleich 18 Mal variiert wird... So, wie es ist, wirken die 14 Stücke wie ein imaginärer Soundtrack, vielleicht ähnlich wie bei einem „Minimal-Music“-Filmmusik-Komponisten. Die Stücke wecken zudem die Lust, das Gehörte selbst zu spielen. Vor allem, weil die wahre Größe dieser Pianistin und nun auch Komponistin darin besteht, eben keine beängstigenden spieltechnischen Schwierigkeiten aufzutürmen. Vielleicht werden diese neuen Kompositionen ja auch als Notenedition publiziert.

Cologne-based pianist Marie-Luise Hinrichs follows an exemplary path: she has achieved an independent, recognizable style by favoring rare musical terrain with an often surprising choice of repertoire. Her playing has a remarkable way of "resting within itself". Thus she keeps herself well-preserved and far removed from the current predominant tendency to strive towards ever higher, more far-ranging, faster goals.
The logical outcome is that she has evolved beyond the role of a mere interpreter and has started to write her own music – as here, on her latest CD. The 14 pieces are lyrical, sparse, almost Minimalist in tone. No one needs to fear getting lost in the undergrowth here. To avoid unnecessary profusion, Hinrichs has cleverly organized and limited her melodic material to just a few models. Thanks to their sparseness, they exude an even more gripping presence. The melancholy, songlike main theme of Hinrichs' Sonatina Colonia produces an intimate vocal effect on the listener. The clear logic of her playing transforms the material by introducing derivations and variations, while contrasting a series of highly varied piano techniques with one another. The whole exudes an effect of soft, subtle brilliance that is never brazen or extreme. Hinrichs applies the same approach to a Corelli theme with eighteen variations. Thus the 14 pieces give the impression of an imaginary film soundtrack, somewhat akin to cinematic compositions by members of the Minimalist school. These pieces make you want to play them yourself. Particularly because this pianist – and now composer's – true greatness lies in that she does not pile on the usual frightening technical difficulties. Perhaps these new pieces will be published as scores as well?

Klassik-Heute, Stefan Pieper [25.09.2019]


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